Anleitung · 05

Archive

ZIP, 7z, RAR und TAR öffnen sich wie Ordner: hineinschauen, Vorschau, entpacken – und ZIP-Dateien direkt bearbeiten.

Archive öffnen sich wie Ordner

Um in ein Archiv zu schauen, brauchst du kein extra Programm. Doppelklick darauf, und Tern Files öffnet es wie einen Ordner – mit Tabs, Sortierung, Ansichten und zwei Bereichen, wie gewohnt. Das alles ist frei, auch nach der Testphase.

  • Formate: ZIP, 7z, RAR und TAR – auch gepackt als .tar.gz, .tgz, .tar.bz2 und .tar.xz – sowie einzelne Dateien, die mit GZ, BZ2 oder XZ gepackt sind.
  • Über der Liste siehst du, wie viele Elemente das Archiv enthält und wie groß sie sind, etwa 42 Elemente · 1,2 GB entpackt · 380 MB gepackt, dazu einen Chip mit dem Format.
  • Die Spalte Gepackt zeigt, wie viel Platz jeder Eintrag im Archiv belegt.
  • Archive in Archiven öffnen sich genauso. Alt+↑ oder die Rücktaste führen eine Ebene höher und ganz oben aus dem Archiv heraus in seinen Ordner.

Lieber dein bisheriges Packprogramm? Stell Archive per Doppelklick unter Einstellungen › Allgemein auf Mit Standardprogramm. So oder so bietet das Rechtsklick-Menü Als Ordner öffnen und Mit Standardprogramm öffnen. Dokumente, die technisch ZIP-Dateien sind – etwa .docx, .xlsx oder .jar –, öffnen sich immer normal; Als Archiv öffnen im Rechtsklick-Menü zeigt, was in ihnen steckt.

Ein Archiv, das nur online in OneDrive liegt, wird nicht von selbst heruntergeladen. Tern Files fragt vorher: Herunterladen holt es.

Hineinschauen und Einträge öffnen

In einem Archiv funktioniert das meiste wie in einem normalen Ordner:

  • Filtern: einfach lostippen oder Strg+F drücken. Schalte neben dem Filter Ganzes Archiv ein, dann durchsucht er alle Einträge des Archivs, nicht nur den aktuellen Ordner; jeder Treffer zeigt seinen Pfad im Archiv.
  • Vorschau: Eintrag markieren und die Leertaste drücken – Bilder, PDFs, Text und Office-Dateien erscheinen wie gewohnt. Bei sehr großen Einträgen steht Zu groß für die Vorschau – zuerst entpacken.
  • Öffnen: Enter oder ein Doppelklick entpackt den Eintrag in einen Zwischenspeicher (Cache) und öffnet ihn in seinem Programm. Dateien aus einem Archiv, das du aus dem Internet geladen hast, behalten diese Markierung – Windows und Office bleiben bei ihnen also genauso vorsichtig.
  • Ziehen: Zieh Einträge in ein anderes Programm, auf den Desktop oder in eine E-Mail – sie werden unterwegs entpackt. Bei sehr großen Einträgen meldet Tern Files Zu groß zum Ziehen – nutze „Entpacken nach …“.

Öffnest du ein Programm aus einem Archiv, fragt Tern Files erst „…“ starten?, denn Programme brauchen oft weitere Dateien aus dem Archiv. Alles entpacken … packt vorher alles aus – meist die bessere Wahl. Nur diese Datei starten startet nur diese eine.

Änderst du einen geöffneten Eintrag und speicherst ihn, bietet Tern Files an, ihn zurück ins Archiv zu schreiben – siehe Geänderte Dateien zurück ins Archiv.

Entpacken

Entpacken geht von außen und von innen:

  • Alles entpacken (Strg+Umschalt+E) – packt das ganze Archiv daneben aus, egal ob du gerade darin bist oder es in seinem Ordner markiert hast.
  • Hier entpacken – enthält das Archiv oben genau einen Ordner, landet dieser Ordner neben dem Archiv; sonst legt Tern Files einen Ordner mit dem Namen des Archivs an, damit nichts verstreut wird. Ist ein Name schon vergeben, kommt „(2)“ dazu.
  • Entpacken nach „Name\“ – immer in einen neuen Ordner mit dem Namen des Archivs.
  • Entpacken nach … – in einen Ordner deiner Wahl. In einem Archiv nimmt das die markierten Einträge oder den Ordner, den du gerade ansiehst.

Du kannst Einträge auch wie Dateien herausholen: mit Strg+C kopieren und in einem Ordner einfügen, in einen anderen Ordner oder Bereich ziehen oder im Zwei-Bereiche-Modus F5 drücken.

Entpacken läuft als Auftrag in der Warteschlange: Du siehst den Fortschritt, kannst pausieren, und bei vorhandenen Dateien kommt die gewohnte Frage. Danach steht es im Verlauf, und Strg+Z entfernt die entpackten Dateien wieder. Vorher prüft Tern Files den freien Platz und hört rechtzeitig auf, damit das Laufwerk nie ganz vollläuft.

Archive mit Passwort

Ist ein Archiv oder ein Eintrag darin verschlüsselt, fragt Tern Files nach dem Passwort: Passwort für „…“.

  1. Tippe das Passwort ein. Mit Anzeigen kannst du prüfen, was du getippt hast.
  2. Klick auf Öffnen. Steht dort Das Passwort stimmt nicht. Bitte versuch es noch einmal., achte auf Groß- und Kleinschreibung und versuch es erneut.

Das Passwort bleibt nur im Arbeitsspeicher, bis du das Archiv schließt – gespeichert wird es nie. Öffnest du das Archiv wieder, fragt Tern Files erneut. In der Vorschau sind verschlüsselte Einträge mit Verschlüsselt markiert.

Entpackst du ohne gültiges Passwort, werden die übrigen Dateien entpackt, und du bekommst die Meldung Kein gültiges Passwort für … – die verschlüsselten Dateien wurden nicht entpackt.

ZIP-Dateien bearbeiten

ZIP-Dateien lassen sich direkt ändern – ohne Auspacken und neu Einpacken. In einem ZIP:

  • Neuer Ordner: Strg+Umschalt+N.
  • Umbenennen: F2.
  • Aus Archiv entfernen: Entf oder der gleichnamige Eintrag im Rechtsklick-Menü.
  • Dateien hinzufügen: mit Strg+V einfügen, auf die Liste ziehen oder im anderen Bereich F5 drücken, um sie ins ZIP zu kopieren.
  • Herausverschieben: mit Strg+X ausschneiden und woanders einfügen oder im Zwei-Bereiche-Modus F6 drücken – die Einträge werden entpackt und danach aus dem ZIP entfernt.

Während Tern Files schreibt, zeigt das Archiv Archiv wird geschrieben … und ist so lange nur lesbar. Es schreibt ein neues ZIP neben das alte, prüft es und tauscht die beiden erst dann aus. Die alte Version kommt vorher in den Papierkorb, es geht also nichts verloren. Gibt es dort keinen Papierkorb oder ist die alte Version zu groß dafür, fragt Tern Files Altes Archiv behalten? – du kannst es unter neuem Namen behalten oder endgültig ersetzen.

Jede Änderung steht im Verlauf, zum Beispiel In Fotos.zip: 3 hinzugefügt. Strg+Z holt das Archiv genau so zurück, wie es war.

Bearbeiten geht nur bei ZIP-Dateien. Welche Archive nur lesbar bleiben und warum, steht unter Nur lesbare Archive.

Geänderte Dateien zurück ins Archiv

Ein Dokument aus einem ZIP geöffnet, geändert und gespeichert? Tern Files merkt das und fragt über der Liste: „…“ wurde geändert. Ins Archiv übernehmen?

  • Übernehmen – schreibt die geänderte Datei ins ZIP. Wie jede Bearbeitung steht das im Verlauf und lässt sich rückgängig machen.
  • Verwerfen – das Archiv bleibt, wie es war, die Änderung fällt weg.
  • Später – blendet die Leiste aus; Tern Files fragt beim nächsten Mal wieder. Die geänderte Datei bleibt so lange im Cache.

Arbeitest du gerade in einem anderen Programm, erscheint eine Windows-Benachrichtigung Ins Archiv übernehmen?; Anzeigen bringt dich zur Leiste. Lässt sich das Archiv nicht bearbeiten – etwa eine 7z-Datei –, bekommst du stattdessen Als Kopie neben dem Archiv speichern und Geänderte Kopie speichern unter …. Und wurde das Archiv selbst inzwischen geändert, sagt Tern Files dir das, bevor etwas überschrieben wird.

Nur lesbare Archive

Jedes unterstützte Archiv kannst du öffnen, ansehen und entpacken. Bearbeiten geht nur bei ZIP-Dateien. Ein Archiv, das sich nicht ändern lässt, trägt den Chip Nur lesbar; zeigst du darauf, siehst du den Grund:

  • Bearbeiten geht nur bei ZIP-Dateien. – 7z-, RAR- und TAR-Dateien.
  • Das Archiv enthält verschlüsselte Einträge.
  • Mehrteilige Archive lassen sich nur lesen. – Archive aus mehreren Teilen, etwa .7z.001.
  • Archive in Archiven lassen sich nur lesen.
  • Ein Eintrag nutzt eine Kompressionsart, die sich nur lesen lässt.
  • Das Archiv liegt nur online. oder Das Archiv liegt an einem schreibgeschützten Ort.

Befehle, die so ein Archiv ändern würden, bleiben im Menü und in der Befehlspalette gedimmt, mit dem Grund Das Archiv ist nur lesbar. Brauchst du trotzdem eine Änderung, entpack die Dateien, ändere sie und pack sie neu.

Sicher entpacken

Archive aus dem Internet können kaputt sein oder sogar absichtlich Schaden anrichten wollen. Tern Files prüft jeden Eintrag, bevor es etwas schreibt:

  • Nichts außerhalb des Zielordners – Einträge, deren Pfade aus dem Zielordner hinausführen würden, bleiben draußen. Links in Archiven werden übersprungen, und Namen, die Windows nicht erlaubt, werden angepasst; zu beidem bekommst du einen kurzen Hinweis.
  • Zip-Bomben – würde ein Archiv beim Entpacken ungewöhnlich viel größer, hält Tern Files an und fragt: Ungewöhnlich stark gepackt. Erst Trotzdem entpacken macht weiter.
  • Freier Platz – das Entpacken hört auf, bevor das Laufwerk voll ist: Entpacken abgebrochen, damit auf dem Laufwerk mindestens … frei bleibt.
  • Programme – ein Programm aus einem Archiv zu öffnen, fragt immer erst nach (siehe Hineinschauen).
  • Internet-Markierung – Dateien aus heruntergeladenen Archiven behalten die Markierung beim Öffnen und Entpacken.

Ein beschädigtes Archiv zeigt Archiv beschädigt. Lesbare Einträge trotzdem zeigen listet alles, was sich noch lesen lässt, mit dem Hinweis Archiv beschädigt – angezeigt werden die lesbaren Einträge. Fehlt ein Teil eines mehrteiligen Archivs, nennt Tern Files ihn: Ein Teil des Archivs fehlt: …

Der Archiv-Cache

Einträge, die du ansiehst, öffnest oder ziehst, werden in einen Cache im Datenordner von Tern Files entpackt. Er räumt sich selbst auf: Bei jedem Start werden Dateien entfernt, die älter als 7 Tage sind, und der Cache bleibt unter 2 GB.

Unter Einstellungen › Sicherheit & Verlauf zeigt die Zeile Archiv-Cache seine Größe, etwa Archiv-Cache: 120 MB. Leeren leert ihn sofort. Dateien, die noch in einem Programm offen sind oder die du geändert und noch nicht ins Archiv übernommen hast, bleiben – Tern Files sagt dir, wie viele es sind, und lässt dich die geänderten mit Speichern unter … woanders sichern.